Chlorid (Cl)
Natürliches Vorkommen:
Kochsalz, gesalzene oder geräucherte Lebensmittel
Bedeutung im Stoffwechsel:
Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks, wichtig für normale Magenfunktion.
Empfohlene Zufuhr pro Tag:
2 - 3 g
Tatsächliche Zufuhr pro Tag:
1,8 - 8,0 g (tendenziell zu hoch)
Chlorid (Cl)
Aufgaben und Funktionen
Wie Natrium dient auch Chlorid zur Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks (innerer Druck) der Körperflüssigkeiten. Der Chloridgehalt des Organismus beträgt ca. 100 g (wie ungefähr Natrium), wobei wie bei Natrium der Hauptteil sich außerhalb der Zellen (extrazellulär) in den Körperflüssigkeiten befindet. Eine besondere zusätzliche Rolle spielt das Chlorid bei der Magensaftsekretion. Magensaft besteht zum großen Teil aus Salzsäure (chemisch: HCl). Zur Produktion von Magensaft wird dem Blut Chlorid entzogen, wobei jedoch die Konzentration des Chlorids im Blut konstant gehalten wird. Bei großen Verlusten von Chlorid über die Magensäure (z.B. ständiges Erbrechen) kann es zu einem Chloridmangel kommen. Die Ausscheidung von Chlorid erfolgt wie die von Natrium fast ausschließlich durch den Harn. Chloridüberschüsse werden innerhalb kurzer Zeit durch die Niere ausgeschieden, bei Chloridmangel wird der Harn praktisch chloridfrei.
Vorkommen In Nahrungsmitteln
Die Hauptquelle für Chlorid ist Kochsalz (chemisch: NaCl), das nicht nur in Form von reinem Salz aufgenommen wird, sondern auch in gesalzenen und geräucherten Lebensmitteln enthalten ist.
Bedarf und Bedarfsdeckung
Über den Chloridbedarf liegen keine exakten Untersuchungen vor. Der Mindestbedarf dürfte bei ca. 0,8 g (800 mg)/Tag liegen. Bei der üblichen Ernährung werden ca. 2-8 g/Tag aufgenommen. Daher bestehen im allgemeinen hinsichtlich der Deckung des Bedarfs keinerlei Probleme, während eine häufig vorkommende, evtl. zu hohe Aufnahme Einfluß auf die Erhöhung des Blutdrucks haben kann.
Mangelerscheinungen
Ein Chloridmangel kann praktisch nur auftreten bei hohem Verlust an Magensäure oder sehr starken, andauernden Verlusten über den Schweiß. Dabei tritt nicht isoliert ein Mangel an Chlorid, sondern auch an anderen Elektrolyten auf. Bei ca. 50% des Verlustes des gesamten Chloridbestandes entwickelt sich unter Auftreten einer zunehmenden Muskelschwäche ein lebensbedrohlicher Zustand.
Anwendungen
Chlorid spielt in der orthomolekularen Medizin keine Rolle. Es wird, zusammen mit anderen Mineralien, in Mineralgetränken zur Behandlung schwerer Durchfälle, bzw. bei Ausdauersportlern zum Ersatz von Flüssigkeit und Mineralien, verabreicht.
Nebenwirkungen einer zu hohen Zufuhr
Eine andauernde zu hohe Chloridzufuhr kann bei salzempfindlichen Personen den Blutdruck erhöhen.
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