Dr. rer. nat. F. Herfurth
Heilpraktiker - Vorstandsmitglied im VUH

Natrium (Na)

Natürliches Vorkommen:

Bedeutung im Stoffwechsel:

Empfohlene Zufuhr pro Tag:

Tatsächliche Zufuhr pro Tag:

Natrium (Na)

Aufgaben und Funktionen

Die Hauptmenge des Natriums (Körperbestand ca. 100 g) befindet sich außerhalb der Zellen in den Körperflüssigkeiten. Die Hauptaufgabe des Natriums ist es, zusammen mit dem Chlorid (Cl) den osmotischen Druck (innerer Druck der Körperflüssigkeit) aufrechtzuerhalten. Die Erhaltung dieses Drucks (= Isotonie) ist wichtiger als die Konstanthaltung des Gesamtbestandes an Wasser im Organismus. Die Konzentration von Natrium in den Körperflüssigkeiten (z.B. Blut) ist ca. 14fach höher als in der Zelle. Im Knochen ist eine begrenzte Reserve an Natrium vorhanden.
Die Niere regelt den Natriumhaushalt. Überschüsse (durch zu hohe Zufuhr bedingt) werden meist schnell über den Urin ausgeschieden. Bei verminderter Zufuhr und starkem Schwitzen wird die Ausscheidung des Natriums dagegen rasch fast vollkommen eingestellt. Dadurch ergibt sich ein ausgezeichneter Schutz gegen Natriummang

Vorkommen In Nahrungsmitteln

Natrium ist fast in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten. Das Hauptvorkommen von Natrium ist als Zusatz-Lebensmittel das Kochsalz (Natriumchlorid).

Bedarf und Bedarfsdeckung

Die Urmenschen nahmen weit weniger Natrium auf als wir heute, nämlich nur ca. 0,7 g/Tag (heute in Deutschland ca: 2-5 g/Tag). Der tägliche Mindestbedarf liegt bei ca. 0,5 g (500 mg)/Tag. Die Zufuhr mit der Nahrung ist, insbesondere bei rein vegetarischer Ernährung, nicht immer ausreichend. Trotzdem kommt es kaum zu einem Mangel, da fast immer Kochsalz zusätzlich aufgenommen wird. Der Würzeffekt von Kochsalz führt dazu, dass heute Kochsalz in Mengen aufgenommen wird, die häufig weit über dem stoffwechselbedingten Bedarf liegen.
In den Industrieländern spielt das natürlicherweise in den Lebensmitteln enthaltene Natrium für die Bedarfsdeckung kaum mehr eine Rolle. Der größte Anteil des Natriums entstammt dem bei der Lebensmittelverarbeitung und im Haushalt zugesetzten Kochsalz. Kochsalz aus Salzstöcken und aus Meerwasser war schon früh für den Menschen eine wichtige zusätzliche Natriumquelle. Kochsalz war zunächst wegen seines Würzeffekts begehrt.
Seine große Bedeutung als Handelsartikel gewann Kochsalz jedoch wegen seiner konservierenden Eigenschaft für Lebensmittel, da die Konservierung mit Kochsalz früher die wichtigste Möglichkeit war, Lebensmittel länger haltbar zu machen.

Mangelerscheinungen

Ein Natriummangel ist selten, kann jedoch auftreten, wenn eine geringe Natriumzufuhr mit einer erhöhten Natriumausscheidung durch Schwitzen oder anhaltende Durchfälle (und Erbrechen) zusammentrifft. Natriummangel kann daher auftreten bei:

Zur Behandlung werden spezielle Natrium (und andere Mineralien) enthaltende Getränke verabreicht. Auswirkungen eines Mangels sind erniedrigter Blutdruck (Hypotonie), Herzjagen (Tachykardie), Muskelkrämpfe und Apathie. Ältere Menschen leiden gelegentlich unter Natriummangel, wenn sie - aufgrund einer falschen Empfehlung zu einer Salzrestriktion - zuwenig Kochsalz aufnehmen.

Anwendungen

Nebenwirkungen einer zu hohen Zufuhr

Jahrzehntelang wurde behauptet, eine hohe Natriumaufnahme begünstige einen hohen Blutdruck. Dies ist in dieser absoluten Form nicht richtig. Es muss unterschieden werden zwischen der Aufnahme von Natrium-Ionen mit der Nahrung und Kochsalz (Natriumchlorid), die unterschiedliche Wirkungen haben kann. Richtig ist, dass eine Zufuhr übermassiger Mengen an Kochsalz auf jeden Fall vermieden werden sollte.

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