Dr. rer. nat. F. Herfurth
Heilpraktiker - Vorstandsmitglied im VUH

Phosphat (PO4) (Phosphor P)

Natürliches Vorkommen:

a) als Phosphatzusatz in Würsten und Cola-Getränken
b) natürlich in Milch, Käse, Eigelb

Bedeutung im Stoffwechsel:

Ca und PO4 kommen gemeinsam vor (Knochen). Bestandteil energiereicher Substanzen.

Empfohlene Zufuhr pro Tag:

ca. 1 g

Tatsächliche Zufuhr pro Tag:

0,6 - 2,2 g (tendenziell zu hoch)

Phosphat (PO4) (Phosphor P)

Aufgaben und Funktionen

Neben Kalzium ist Phosphor, das im Organismus im wesentlichen in Form der Verbindung mit Sauerstoff, nämlich als Phosphat vorkommt, das häufigste Mineral (Bestand: ca. 700 g als Phosphor). Der überwiegende Teil (ca. 90%) wird dabei zum Aufbau von Knochen und Zähnen benutzt. Phosphat hat jedoch auch für den Stoffwechsel aller Zellen eine überragende Bedeutung. Ohne ausreichend Phosphat kann der Organismus keine Energie erzeugen. Energiereiches Phosphat (ATP) ist die unmittelbare Energiequelle für alle Zellvorgänge. Die Ausscheidung von Phosphat erfolgt zu ca. 60 - 80% durch den Harn und zu 20 - 40% durch den Stuhl.

Vorkommen In Nahrungsmitteln

Phosphat ist reichlich enthalten in Milch, Getreide, Fleisch, Fisch, Eiern. Zudem wird vielen Lebensmitteln (z.B. Würsten) Phosphat aus technologischen Gründen zugesetzt.

Bedarf und Bedarfsdeckung

Konkrete Daten über den Bedarf an Phosphor bzw. wünschenswerte Zufuhren anzugeben, ist schwierig, da der Bedarf von vielen Faktoren abhängt, insbesondere auch von der Kalziumaufnahme und der Versorgung mit Vitamin D, da dieses Vitamin neben der Kalziumresorption auch die Phosphatresorption steigert. Im all- gemeinen wird eine Phosphorzufuhr von ca. 1,0 g/Tag empfohlen (USA). Der Bedarf ist praktisch immer gedeckt, da die Nahrung genug Phosphor enthält.

Mangelerscheinungen

Die Nahrung enthält immer ausreichend Phosphat. Mangelerscheinungen sind nicht bekannt.

Anwendungen

Nebenwirkungen einer zu hohen Zufuhr

Extrem hohe Zufuhren (nur durch eine zusätzliche Gabe von Phosphaten möglich) können den Kalziumspiegel verringern. Wie bei allen anderen Mineralien muß bei Niereninsuffizienz (schwere Funktionseinschränkung der Niere) auch der Phosphatspiegel kontrolliert und evtl. entsprechend korrigiert werden. Einige Autoren machen eine zu hohe Phosphatzufuhr verantwortlich für die Hyperaktivitat (Übererregtheit, extreme Unruhe) von Kindern. Diese Auffassung ist umstritten.

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