Dr. rer. nat. F. Herfurth
Heilpraktiker - Vorstandsmitglied im VUH

Molybdän (Mo)

Aufgaben und Funktionen

Der Gesamtbestand des Menschen an Molybdän beträgt ca. 10 mg. Die Funktion des Molybdäns ergibt sich vor allem aus seinem Vorkommen in Enzymen, z.B. der Xanthin-Oxidase. Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend über die Nieren.

Vorkommen in Lebensmitteln

Die Molybdängehalte in der Nahrung spiegeln vor allem den Gehalt an Molybdän in Boden und Wasser wider und schwanken daher. Getreide, Gemüse und Innereien gelten als molybdänreich.

Bedarf und Bedarfsdeckung

Der Molybdänbedarf liegt zwischen 60 und 500 µg/Tag (=0,06-0,5 mg). Über die Höhe der Bedarfsdeckung gibt es kaum Angaben. In den USA soll die tägliche Aufnahme zwischen 120 und 140 µg liegen.

Mangelerscheinungen

Ein Molybdänmangel, verursacht durch zu geringe Zufuhr mit der Nahrung, wurde bisher nicht eindeutig beobachtet.

Anwendungsgebiete

Außer einer Deckung des Mindestbedarfs gibt es für Molybdän bisher keine Anwendungsgebiete.

Nebenwirkungen einer zu hohen Zufuhr

Molybdänvergiftungen sind bisher nicht bekannt. In einigen Gegenden Armeniens ist die Molybdänzufuhr mit 10-15 mg/Tag - das ist ca. das 2000 fache der üblichen Zufuhr - extrem hoch. Diese hohe Zufuhr soll zu einem häufigen Auftreten von Gicht führen.

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