Vitamin E
Vitamin E wirkt als Regulator der Funktion der Hirnanhangsdrüse und nimmt dadurch Einfluß auf den Stoffwechsel und die Funktion der Geschlechtsdrüsen und Geschlechtsorgane. Es wirkt auf die Blutgefäße, indem es die Bildung neuer Blutgefäße und roter Blutzellen anregt und für die Durchgängigkeit vorhandener Blutgefäße sorgt. Vitamin E reguliert als fettlösliches Vitamin den Fettstoffwechsel und ist wichtig für die Muskeln.
Die ungesättigten Fettsäuren werden vor der Zerstörung bewahrt und somit die Zellwände geschützt.
Gleichzeitige Einnahme von Vitamin A verstärkt die Wirkung von Vitamin E.
Die Verwertung von Vitamin E wird durch Gallensäuremangel gestört.
Dieses Vitamin mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Tocopherol wurde früher Fruchtbarkeitsvitamin genannt, weil bei einem Versuch mit Ratten der Mangel an Vitamin E Sterilität auslöste. Beim Menschen ist diese Wirkung jedoch nicht nachgewiesen. Oft wird Vitamin E als Liebesvitamin angeboten, doch ob es tatsächlich die sexuelle Leistungsfähigkeit steigert, ist umstritten.
Erhöhte Zufuhr ungesättigter Fettsäuren, zum Beispiel durch pflanzliche Öle und Fette, steigert den Bedarf an Vitamin E. Starke Hitze, Licht und Sauerstoff schaden Vitamin E. Es kann zu Kochverlusten bis zu 50 Prozent kommen.
Gute Quellen für Vitamin E sind Sojabohnen, Weizenvollkorn, Roggenvollkorn, Butter, Milch, Eier, grüne Erbsen, Spinat, Karotten, Kopfsalat und Kohlarten, Weizenkeim-, Sonnenblumen- und Sojaöl, sowie Nüsse.
Ein Mangel an Vitamin E löst nervöse Störungen, Muskelschwund, Störungen im Fettstoffwechsel, Durchblutungs- und Entwicklungsstörungen, Erschöpfung, Unlust und Abbau der körpereigenen Fette aus. In der normalen Nahrung ist Vitamin E jedoch ausreichend enthalten, so daß es kaum zu diesen Mangelerscheinungen kommen kann.
Vitamin-E-Präparate werden oft zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Potenz angeboten, deren Einnahme eine Überversorgung bewirken kann. Dies äußert sich in Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Muskelschwäche, Erschöpfungszuständen, Sehstörungen, Müdigkeit, gestörte hormonelle Regulation, Verringerung der Spermienzahl und Ausbleiben der Regelblutung.
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