Dr. rer. nat. F. Herfurth
Heilpraktiker - Vorstandsmitglied im VUH

Niacin

Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin und wird wissenschaftlich auch als Vitamin-B2-Faktor, Nicotinsäureamid oder Nicotinsäure bezeichnet.

Es ist Bestandteil eines Enzyms, das für den Kohlenhydratstoffwechsel sowie für den Auf- und Abbau von Fetten und Eiweißen wichtig ist. Außerdem beeinflußt es die Funktion von Haut- und Nervensystem sowie die des Herzens.

Die Verwertung von Niacin kann durch Verdauungsstörungen, Antibiotika, Alkohol und Vitamin-B6-Mangel beeinträchtigt werden.

Gute Quellen für Niacin sind Weizenkleie, Hefe, Leber, Fleisch, Sojabohnen, Kartoffeln, Nüsse, Erbsen und Seefisch. Einen Teil des für den Organismus notwendigen Niacins stellt der Körper selbst aus Aminosäuren her.

Eine Krankheit, die durch Mangel dieses Vitamins entstehen kann, ist Pellagra. Pellagra tritt vor allem in Gegenden auf, in denen die Menschen viel Mais essen. Mais ist arm an Aminosäuren und der Körper kann dann nicht genug Niacin bilden. Pellagra äußert sich in Haut- und Schleimhautveränderungen und Störungen der Herz- und Nervenfunktionen. Durch Niacin-Mangel können auch Durchfall, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Gewichtsverluste auftreten. In der Medizin findet Niacin Anwendung gegen Pellagra, manche Leberkrankheiten und einige Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Frostbeulen.

Eine hohe Dosierung des Niacin-Präparates kann zu Hitzegefühl, Leberschäden und Magenschleimhautentzündungen führen.

Gegenüber äußeren Einflüssen, wie Licht und Hitze, ist Niacin wenig empfindlich.

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